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Ducati
  
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2024

Maddi Racing switches from Fantic to Ducati as an official factory team. Corrado Maddii is involved as a senior advisor and technical expert, while Marco Maddii has taken over operational team management for the Ducati Desmo450 MX project.

1. Die Anfänge: Funkgeräte und Hilfsmotoren (1926–1946)

Gegründet wurde Ducati in Bologna zur Herstellung von Radio-Bauteilen. Nach dem Zweiten Weltkrieg brauchte Italien billige Mobilität. Das erste Produkt auf zwei Rädern war der Cucciolo (Welpe) – ein kleiner Viertakt-Hilfsmotor für Fahrräder.

2. Die goldene Ära der kleinen Zweitakter (1950er & 60er)

Bevor der berühmte Ingenieur Fabio Taglioni die Desmodromik (Zwangssteuerung der Ventile) zum Standard machte, baute Ducati massenhaft Zweitakter für den Massenmarkt:

  • Ducati 50/80/90/100/125: In den 50ern und 60ern produzierte Ducati eine Vielzahl von Zweitakt-Rollern und Kleinkrafträdern.
  • Ducati Brio (1963): Ein schicker Zweitakt-Roller (48 ccm und 94 ccm), der als Antwort auf die Vespa gedacht war.
  • Ducati Cadet/Mountaineer: Kleine Zweitakter, die sogar in die USA exportiert wurden. Sie waren oft die ersten "Offroad"-Erfahrungen für junge Fahrer.

3. Das 2-Takt-Experiment in der Königsklasse (1970er)

Obwohl Taglioni Zweitakter hasste („Das sind Motoren für Kettensägen“), zwang ihn der Markt, für den Rennsport zu experimentieren:

  • Ducati 125 Regolarità (1975–1977): Dies ist Ducatis berühmtester Ausflug in die Welt der Zweitakt-Enduros. Um im damals boomenden Offroad-Sport Fuß zu fassen, baute Ducati eine 125er. Sie war wunderschön, aber mechanisch nicht so robust wie die Konkurrenz von KTM oder Zündapp.

4. Die Cagiva-Ära: Zweitakter unter fremder Flagge (1985–1996)

Als Cagiva Ducati kaufte, verschwammen die Grenzen:

  • Während Ducati die großen V2-Viertakter für die Straße und die Superbike-WM lieferte, nutzte Cagiva das Ducati-Händlernetz, um ihre eigenen hochperformanten Zweitakter zu verkaufen.
  • Die Cagiva Mito 125 wurde oft als "kleine Ducati" bezeichnet, da sie optisch fast eine exakte Kopie der Ducati 916 war, aber von einem giftigen 2-Takt-Motor angetrieben wurde.

5. Der letzte Zweitakt-Donner: Die MotoGP-Wurzeln

In den 1970ern baute Ducati kurzzeitig eine 500ccm-Zweitakt-Rennmaschine (die 500 GP), um gegen die Japaner anzutreten. Das Projekt wurde jedoch schnell zugunsten der 4-Takt-Königswelle-Motoren eingestellt.

Last edited: 2/20/2026 · Jürgen Wißler