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Gilera
  
YearEventEdit
1993

As part of a corporate restructuring, Gilera's historic plant in Arcore is closed. Gilera's production is transferred to Pontedera (Piaggio's headquarters).

1982
Jahresereignis

Despite Jan Witteven's move to rival Cagiva, Gilera now wants to go on the offensive in the World Championship and signs Michele Rinaldi and Corrado Maddi for the 1982 season.

1981
Jahresereignis
WM 125ccm Cross

Last year's runner-up Michele Rinaldi, now riding the big Gilera, raised high expectations, especially in Italy. Like Nani, Perfini, and Rahier before him, Michele Rinaldi decided against the Bicilindra.

Just as Everts forms a team at Suzuki with the young Geboers as an experienced rider, Gilera also has a powerful team at the start with the veteran Gaston Rahier and the extremely talented Michele Rinaldi. Gaston is getting better and better with the Gilera, but has to fight hard to keep up with the young wild ones. After all, he has been internationally successful for 16 years!

Campionato italiano

Michele Rinaldi, who is focusing on the World Championship, remains in fourth place in the national championship behind his Gilera teammate Michele Margarotto.

1980
Jahresereignis
Campionato italiano 125ccm Cross

Franco Perfini repeated Gilera's success of the previous year and won the Italian championship once again. He used the tried-and-tested single-cylinder model in the decisive races rather than the unproven twin-cylinder model.

Jahresereignis
WM 125ccm Cross

Three-time world champion Gaston Rahier is hired to further develop the Gilera development program led by Jan Witteven. With his experience with the outstanding Suzuki and the water-cooled Yamaha, he is the ideal man for the job. But compared to Rahier's former factory Suzuki, the new water-cooled Gilera is still too heavy. The additional weight of the cooling system (radiator, hoses, water pump) impairs the agility of the machine in tight sections. The engine is designed for maximum power at high revs. The lack of torque in the lower rev range forced Rahier to push the machine to its limits with extreme clutch use. He also expressed dissatisfaction with the rear suspension setup. The Gilera's geometry was optimized more for fast, hard-packed Italian tracks and did not offer the usual stability on the sandy, rutted tracks of the World Championship.

1979
Jahresereignis
Campionato italiano 125ccm Cross

Jan Witteven's commitment is bearing fruit for Gilera: Dario Nani wins the Italian championship at the first attempt. Nani contested most of the season with the air-cooled C1. The photo shows one of the first pictures of the Gilera C1 LC with water cooling. Incidentally, standing to the left of Witteven is Carlo Pernat, who was responsible for press relations.

1978

Jan Witteven moves from Simonini to Gilera and takes over as technical director of the racing department. Among other things, he developed the innovative 125cc twin-cylinder motocross bike there.

1969

After the death of Giuseppe Gilera's son, the company falls into crisis. Piaggio takes over the factory in Arcore. From then on, Gilera becomes the group's premium and sports brand.

1. Gründung und Anfänge

  • Gründer: Giuseppe Gellera (der Firmenname wurde später in Gilera geändert).
  • Gründungsjahr: 1909 in Arcore (nahe Mailand), Italien.
  • Erstes Modell: Die "VT 317", ein Einzylinder mit 317 cm³.
  • Entwicklung: Gilera entwickelte sich schnell zu einem High-Tech-Unternehmen. In den 1930er Jahren revolutionierte Gilera den Rennsport mit der Rondine, dem ersten Vierzylinder-Rennmotorrad mit Kompressor.

2. Die goldene Ära und Weltmarktführerschaft

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Gilera zur dominierenden Kraft im Straßenrennsport.

  • Erfolge: Zwischen 1950 und 1957 gewann Gilera sechs Weltmeistertitel in der 500-cm³-Klasse (u.a. mit Geoff Duke).
  • Technik: Gilera war bekannt für extrem robuste Viertaktmotoren. In den 1950ern war das Werk in Arcore eines der modernsten und größten in ganz Europa.

3. Schwerpunkt: Offroad (Regolarità)

Gilera war nicht nur auf Asphalt erfolgreich. In Italien ist die Marke eine Legende des "Geländesports" (heute Enduro).

  • Die Arcore-Ära (1960er/70er): Gilera baute sehr erfolgreiche Viertakt-Geländemaschinen, die sogenannten "Regolarità"-Modelle. Die Gilera 124 5V Arcore war ein Verkaufsschlager.
  • Der Zweitakt-Boom (1980er): Mit dem Aufkommen der modernen Enduros entwickelte Gilera spektakuläre Maschinen:
  • Gilera RX / RC Serie: Die RC 125 und RC 250 gehörten in den 80ern zu den besten europäischen Enduros.
  • Gilera Dakota / RC 600: Gilera baute einen der modernsten wassergekühlten Viertakt-Einzylinder mit Vierventiltechnik und zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC).
  • Rallye Dakar: In den späten 80ern und frühen 90ern feierte Gilera große Erfolge bei der Wüstenrallye Paris-Dakar. Die Gilera RC 600 gewann 1990 und 1991 ihre Klasse.

4. Die Rolle von Jan Witteveen

Jan Witteveen, ein genialer niederländischer Ingenieur, kam im Januar 1978 zu Gilera (unter der Ägide von Piaggio). Zuvor hatte er sich bereits bei Sachs (Hercules) einen Namen gemacht, wo er maßgeblich an der Entwicklung der Wettbewerbsmotoren beteiligt war. Piaggio wollte Gilera wieder als ernsthafte Marke im internationalen Geländesport (Motocross und Enduro) etablieren. Witteveen wurde geholt, um die veralteten Konstruktionen zu modernisieren.

  • Schwerpunkt: Er revolutionierte die Zweitakt-Technik bei Gilera. Unter seiner Leitung entstanden die hocheffizienten 125er und 250er wassergekühlten Motoren.
  • Erfolge: Er war der Vater der Gilera-Modelle, die in der Motocross-Weltmeisterschaft (250er Klasse) Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre wieder ganz vorne mitspielten.
  • Sein Weg führte ihn später zu Cagiva und schließlich zu Aprilia, wo er zur absoluten Legende wurde. Er war der Kopf hinter den Aprilia-Rennmaschinen, die in den 90er und 2000er Jahren die 125er und 250er Straßen-Weltmeisterschaften (MotoGP-Vorläufer) mit Fahrern wie Max Biaggi und Valentino Rossi dominierten.

4. Beteiligungen und Übernahmen

  • Die Piaggio-Übernahme (1969): Nach dem Tod des Sohnes von Giuseppe Gilera geriet das Unternehmen in eine Krise. Piaggio übernahm 1969 das Werk in Arcore. Gilera wurde fortan zur Premium- und Sportmarke des Konzerns.
  • Schließung von Arcore (1993): Im Zuge einer Konzernumstrukturierung wurde das historische Werk in Arcore geschlossen. Die Produktion von Gilera wurde nach Pontedera (Stammsitz von Piaggio) verlegt.
  • Positionierung heute: Gilera konzentriert sich heute innerhalb der Piaggio-Gruppe hauptsächlich auf sportliche Roller (z.B. der GP 800 oder Runner), während die Motorradproduktion unter dem Namen Gilera derzeit ruht.

5. Kooperationen und Motoren-Export

Gilera war weniger als reiner Motorenlieferant (wie Sachs oder Minarelli) tätig, sondern verbaute seine Motoren meist exklusiv in eigenen Fahrzeugen. Es gab jedoch Ausnahmen:

  • Elmeca: Ein kleiner italienischer Kleinserienhersteller, der in den 70ern Gilera-Motoren für Wettbewerbsmaschinen nutzte.
  • Puch: In der Phase der späten 80er Jahre gab es innerhalb des Piaggio-Universums (zu dem Puch zeitweise gehörte) einen Austausch von Technikkomponenten.

Last edited: 2/20/2026 · Jürgen Wißler